Schneeschuhwandern

Grundlagen | Ausrüstung | Technik

Grundlagen

Wichtige Basics

Schneeschuhwandern

  1. Schneeschuhwandern ist Ausdauersport. Körperliche Fitness ist Voraussetzung. Eine vernünftige Selbsteinschätzung ist genau so wichtig, wie die Auswahl der richtigen Teilnehmer für eine Gruppe und die dazu gewählte Tour.
  2. Wer alleine auf Tour geht, setzt sich einem hohen Risiko aus. Kleine Probleme können schon zu Notsituationen führen. Daher lieber in einer Gruppe Schneeschuhwandern. 4-6 Personen sind eine gute Gruppenstärke.
  3. Aktuelle Informationen zur Tour sind wichtig. Frage regional nach. Bei der Gästeinformation, bei der Bergwacht oder der Gemeinde.
  4. Welche Ausrüstung braucht man beim Schneeschuhwandern? Eine Liste mit Ausrüstungsempfehlungen haben wir in einem der folgenden Beiträge zusammengefasst.
  5. ACHTUNG – Steilhänge, gefrorene Schneedecke oder felsige Passagen, können gefährlich werden und sollten gemieden werden.
  6. Sei fair zur Umwelt. Rücksichtnahme auf Wildtiere durch ausreichend Abstand, Lärm vermeiden und Wildschonbezirke weiträumig umgehen. Ausgewiesene Touren sollten nicht verlassen werden.
  7. Die Schneeschuhe sind breiter als Schuhe und können sich daher beim Laufen berühren. Insofern kann es am Anfang etwas Übung erfordern. Dabei sind Stöcke praktisch zum Stabilisieren. Wer ins Gelände will, sollte beim DAV einen Kurs besuchen. Hänge queren oder steile Abschnitte erfordern mehr Technik, als einen Fuß vor den Anderen zu setzen.
  8. Wetter- bzw. Lawienensituation ist zu berücksichtigen. Schnelle Wetterumschwünge sind in den Bergen zu erwarten. Nebel kann aufziehen oder starker Wind. Infos zum Wetter und möglicher Entwicklungen sind wichtig.

Mit Snowboard

Schneeschuhwandern

Mit den Schneeschuhen Berg hoch und mit dem Board wieder herunter. Tourplanung, Ausrüstung, Gebietskenntnisse, Wetter- und Lawinenlage müssen bei diesem Vorhaben zusammenpassen.

Die Tour ist nicht nur Bergauf anstrengend, sondern für die Abfahrt ebenfalls. Zudem müssen alle Sinne noch hell wach sein. Die Verpflegung, Begkleidung und Ausrüstung müssen gut abgestimmt sein. Gefrorenes Wasser in der Trinkflasche, nasse klamotten ohne trockenen Ersatz oder Orientierungslosigkeit im Nebel ohne GPS, können nicht nur den Spaß vermiesen, sondern auch gefährlich werden.

Ob die Softboots in die Bindung vom Schneeschuh passt oder doch mit Wanderschuhen und Garmaschen gegangen werden soll, müsste vorher getestet werden. Wer über Leihausrüstung nachdenkt, sollte für beide Optionen vorbereitet seid.

Passt das Gewicht mit Ausrüstung zum Schneeschuh? und wie ist die Schneebeschaffenheit? Bei einem Meter Neuschnee ist die XL Größe empfehlenswert allerdings wird der Aufstieg damit auch nicht leichter. Bei festem Schnee ist die kleinere Variante angenehmer. Vorbereitung ist daher die halbe Miete aber nicht die Garantie, dass es so läuft wie man sich denkt.

Tourplanung

Schneeschuhwandern

Für Aktivitäten in der Natur ist die Tourenplanung mit der richtigen Ausrüstung, genau so wichtig, wie die Tour dem eigenen Fitneslevel anzupassen, den Rückzugsraum von Wildtieren zu meiden und Infos zur aktuellen Wetter- und Lawinensituation zu haben. Wer bei einem Abstieg einmal ohne Stirnlampe in die Dämmerung gekommen ist oder einfach nicht die richtigen Klamotten dabei hatte, wird solche Fehler sicher kein zweites Mal machen.

Die Gäste- oder Touristeninformationen in Wintersportregionen haben meist gute Empfehlungen. Nicht nur zu dem Level der Schwierigkeit, sondern auch Informationen zum Zustand der Strecke. Touren-Apps, wie Komoot oder Outdooractiv bieten Berichte von Erfahrungen anderer Wanderer. Dort kann man sich ebenfalls informieren. Der Deutsche Alpenverein, kurz DAV, Informiert aus erster Hand und bietet darüber hinaus auch Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an.

Wildschongebiete

Schneeschuhwandern

Der ständige Zuwachs an Sportbegeisterten Outdoorfans, drängt die Wildtiere aus Ihrem Natürlichen Lebensraum zurück. Da liegt eine große Verantwortung bei jedem selbst, sich richtig zu verhalten.

Wie man sich richtig verhalten kann, wissen die Ranger und die Naturschutzbehörde von der Stadt oder dem Landratsamt. Dort können Informationen zu aktuellen Wildschongebieten und Sperrzonen zusammengetragen werden. Aufgescheuchte Tiere können duch den erhöhten Energieverbrauch zu tode kommen und wenn wir das duch achtsames Verhalten verhindern können, müssen wir das auch tun!

Bei manchen Onlinekarten können solche Gebiete angezeigt werden. Bei Outdooractive ist in den Karteneinstellungen die Möglichkeit zum Einblenden dieser Option. Dafür bei „Zusatzebenen“/“Hinweise und Sperrungen“ auswählen. www.outdooractive.com/de/map/

Wetter- bzw. die Lawinenlage

Schneeschuhwandern

Der Lawinenwarndienst hat hilfreiche Informationen zur Wetter und Schneelage. www.lawinenwarndienst-bayern.de/

Ebenso gibt es Apps die hilfreich sein können, um sich ein Bild von der aktuellen Wetterlage zu machen. Bergfex ist dabei sehr beliebt.

Als letzten Tipp empfehlen wir Live-Cams. Fast jedes Skigebiet hat mittlerweile welche. Dort kann man unmittelbar sehen, wie das aktuelle Wetter ist.

 

Ausrüstung

Welche Ausrüstung passt zur Tour?

Schneeschuhwandern

Wer Schneeschuhwandern möchte, sollte die Ausrüstung an die Tour anpassen. Wer in der Ebene nur etwas „spazieren“ möchte, braucht kaum die Ausrüstung, die für eine „Alpine Tour“ von Nöten ist.

Welche Ausrüstung fehlt, wird spätestens auf der Tour merkbar. Wenn am Gipfel ist die erste Lage der Funktionskleidung durchgeschwitzt ist und es kalt wird, der Empfang vom Handy weg bleibt und der Akku bei kälte überraschend schnell zur Neige geht, die Trinkflasche aufeinmal eingefroren ist, usw… Es gibt viele Beispiele. Einige sind nur unangenehm, Andere können lebensgefährlich werden. Informationen zur notwendigen Ausrüstung, sollten bei der Planung berücksichtigt werden. Der DAV oder die Bergwacht können gute Inforationen anbieten.

Unsere Liste soll als Denkhilfe fungieren. Was konkret im Einzelfall benötigt wird, muss individuell beantwortet werden.

Packliste – Schneeschuhwandern

Schneeschuhwandern

  • Hochwertige Schneeschuhe
  • Wander- oder Bergschuhe
  • Wanderstöcke mit Schneeteller
  • Gamaschen
  • Rucksack
  • Dem Wetter angepasste Bekleidung
  • Wechselkleidung
  • Trinken & Essen (Themoskanne)
  • Telefon ggf. mit Powerbank
  • LVS-Gerät
  • Lawinenschaufel
  • Lawinensonde
  • Topografische Karte
  • Höhenmesser
  • GPS Gerät
  • Stirnlampe
  • Biwaksack
  • Erste Hilfe
  • Sonnenschutz (Brille, Hut, Creme, Lippenstift)
  • Bei Übernachtung: Hüttenschlafsack,  Hüttenschuhe, Waschzeug
    und kleines Handtuch

Technik

Braucht man Technik?

Technik-Schneeschuhwandern

In der Ebene ist es kaum mehr als einen Fuß vor den Anderen. Klar, die breiten Schneeschuhe können erstmal etwas ungewohnt sein und der Schritt muß etwas breiter gewählt sein, damit sich die Schneeschuhe beim Laufen nicht ständig berühren. Wer mehr Stabilität braucht, nimmt die Stöcke mit.

Schneeschuhwandern macht aber erst richtig Spaß, wenn viel Schnee liegt, die Sonne scheint und es hoch hinaus geht. Bergauf, berg ab, Hänge queren oder auf eisigen Flächen ist dann schon etwas mehr Technik gefragt. Wer noch keine Erfahrung in den Bergen hat, sollte lieber einen Kurs mitmachen. Der DAV bietet zum Beispiel welche an.

Angebote: Schneeschuhverleih in Bayern

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Verleih Angebot

Verleih

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